Tristan und Isolde
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Tristan und Isolde (WWV 90) ist ein Musikdrama von Richard Wagner, das in der Zeit von 1857-1859 entstand. Für dieses Werk und Die Meistersinger von Nürnberg unterbrach Wagner die Arbeit am Siegfried.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Personen
- Tristan (Tenor)
- König Marke (Bass)
- Isolde (Sopran)
- Kurwenal (Bariton)
- Melot (Bariton oder Tenor)
- Brangäne (Mezzosopran)
- Ein Hirte (Tenor)
- Ein Steuermann (Bariton)
- Stimme eines jungen Seemanns (Tenor)
- Schiffsvolk, Ritter und Knappen, Frauen aus Isoldes Gefolge (Chor)
[bearbeiten] Handlung
[bearbeiten] Vorgeschichte
Der Ritter Tristan kam einst unter dem Namen Tantris zu Irlands Königstocher Isolde um sich von ihr und ihrer zauberkundigen Mutter die Wunden heilen zu lassen, die ihm Morold, Isoldes Verlobter, im Zweikampf, den Tristan gewann, zugefügt hatte. Doch Isolde erkannte ihn an einer Scharte in seinem Schwert, in die genau ein Splitter passte, den sie in Morolds Kopf gefunden hatte. Beim Versuch den Tod ihres Verlobten zu rächen lässt sie jedoch das Schwert sinken, unfähig Tristan, den sie zu lieben begann, zu erschlagen.
[bearbeiten] Erster Aufzug
Tristan ist erneut nach Irland gesegelt um für seinen Ohm, König Marke, Isolde als Braut nach Kornwall zu holen. Die Liebe, die auch er zu ihr empfindet, will er sich nicht eingestehen. Nachdem Isolde und ihre Dienerin Brangäne sich auf der Fahrt nach Kornwall von Tristans Freund Kurwenal und den anderen Männern verhöhnt fühlen, entschließt sich Isolde erneut zu versuchen Morold zu rächen. Sie befiehlt Brangäne Tristan herzubestellen und ihnen eine Schale mit dem Todestrank zu füllen, den sie unter anderen Zaubertränken von ihrer Mutter auf die Reise mitgegeben bekommen hat. Als Tristan eintritt, fordert Isolde ihn auf, Sühne mit ihr zu trinken. Tristan willigt ein, doch nach dem Genuss des Trankes, den Brangäne absichtlich mit dem Liebestrank vertauscht hat, brechen alle bisherigen Hemmungen zwischen Isolde und Tristan und sie halten ihre Liebe zueinander nicht mehr zurück. Das Schiff landet in Kornwall, Kurwenal tritt ein und meldet die Ankunft des Königs. Als Brangäne die Verwechslung des Trankes gesteht, sinkt Isolde ohnmächtig in Tristans Arme.
[bearbeiten] Zweiter Aufzug
König Marke hält die Ohnmacht Isoldes bei der Ankunft für eine durch die anstrengende Reise verursachte Erscheinung, doch Brangäne hat bemerkt wie Melot, Tristans Freund, ihn misstrauisch beobachtete und vermutet eine List. Isolde ignoriert die Warnung und gibt ihr die Anweisung, das Zeichen zu geben, dass Tristan kommen solle. Brangäne wartet bis die Jagdhörner Markes verklungen sind und löscht die Fackel. Tristan erscheint und er und Isolde fallen sich in die Arme. Sie wünschen sich ewige Vereinigung jenseits der Welt des Scheins, wollen im Tod ungetrennt sein. Plötzlich erscheint Marke von Melot hergeführt. Er beklagt den Verrat an ihm, doch Tristan erwidert nichts. Als er Isolde fragt, ob sie ihm in den Tod folgen werde und sie auf die Stirn küsst, fährt Melot empört auf und zieht sein Schwert. Tristan zieht seines ebenfalls, lässt es jedoch fallen als Melot ihn angreift und sinkt verwundet in Kurwenals Arme.
[bearbeiten] Dritter Aufzug
Kurwenal hat den bewusstlos im Sterben liegenden Tristan in die verfallene Burg seiner Väter in der Bretagne gebracht, wo er auf Isoldes Heilkünste wartet. Ein Hirte soll die Ankunft des Schiffes ankündigen, doch es kommt kein Schiff. Tristan erwacht und sieht Isolde in seinen Wahnvorstellungen nahen. Dann erreicht das Schiff die Burg, Tristan läuft Isolde mit letzten Kräften in die Arme und stirbt. Da meldet der Hirte die Ankunft eines zweiten Schiffes. Kurwenal versperrt die Burg, doch Marke und sein Gefolge verlangen Einlass. Als sie sich gewaltsam Zugang verschaffen, erschlägt Kurwenal Melot und fällt dann im Kampf mit den anderen Eindringlingen. Marke, der Tristan und Isolde schließlich doch vereinen wollte, sieht erschüttert auf die Leichen. Isolde nimmt die Welt nicht mehr wahr und hat ihren Blick nur auf Tristan gerichtet. Schließlich stirbt auch sie in höchster Lust.
[bearbeiten] Orchester
3d1, 2+1, 2+1, 3+1
4, 3, 3, 1
timp, perc, hp
16, 16, 12, 12, 8
Bühnenmusik
Engl.Horn, 6 Hörner, 3 Trompeten, 3 Posaunen
[bearbeiten] Literatur
- Lorenz, Alfred: Das Geheimnis der Form bei Richard Wagner. Bd. 2, Tristan und Isolde. Berlin 1926
