Geburtshaus

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Geburtshaus (um 1885)
Geburtshaus (um 1885)

Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 im Haus Zum roten und weißen Löwen in Leipzig geboren.

[bearbeiten] Lage

Der hunderte Jahre alte Gasthof befand sich auf dem Grundstück mit der alten Häusernummer 318 auf der Nordseite des Brühls, gegenüber der Einmündung der Hainstraße. Er erhielt zunächst die Adresse Brühl 88 (fortlaufende Nummerierung nach preußischer Art), die später durch die heutige Adresse Brühl 3 (straßenseitige Nummerierung nach französischer Art) ersetzt wurde.

[bearbeiten] Geschichte

Der Gasthof wurde urkundlich im Jahr 1656 erstmals so genannt - vermutlich nach dem rot und weiß quer gestreiften Löwen im Wappen der Landgrafen von Thüringen. Der Brühl ist eine der ältesten Straßen der Stadt und führte im Mittelalter als Teil der via regia von Leipzig durch Thüringen nach Frankfurt am Main und Paris. Vielleicht war der Gasthof eine Ausspanne thüringischer Fuhrleute.

Im Jahr 1882 nahm das Haus den Namen Geburtshaus Richard Wagners an. Nur vier Jahre später, im Jahr 1886, wurde es abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, der im Jahr 1906 den einfacheren Namen Wagnerhaus annahm.

Im Jahr 1914 wurde auch dieses kaum 30 Jahre alte Gebäude Brühl 3 abgebrochen, um das Kaufhaus Brühl (das sich im Nachbargebäude Brühl 1 schon seit 1908 befand) zu erweitern. Der Gebäudekomplex Brühl 1/3 übernahm 1914 den Namen Wagnerhaus.

Wagnertafel
Wagnertafel

Heute erinnert die vom Bildhauer Fritz Zalisz (1893-1971) geschaffene Wagnertafel am Südeingang des Kaufhauses an das ehemalige Geburtshaus Richard Wagners.

Angesichts des geplanten Abbruchs des Kaufhauses Brühl und der beabsichtigten Neubebauung des Grundstückes wäre eine angemessene Würdigung des Ortes, z.B. durch Wiederaufbau des historischen Gasthofs (zumindest der Fassade am Brühl) und ein dahinterliegendes kleines Wagnermuseum, denkenswert. Dies wäre eine Möglichkeit, den weltweit wohl bekanntesten Sohn der Stadt an historischem Ort zu ehren. Allerdings setzt das Leipziger Stadtmarketing derzeit ausschließlich auf Johann Sebastian Bach (1685-1750).

[bearbeiten] Weblinks

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