Festspielhaus
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Das Bayreuther Festspielhaus ist ein Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. Anders als die meisten Opernhäuser hat es kein festes Ensemble und keinen regelmäßigen Spielbetrieb, sondern wird jedes Jahr ausschließlich vom 25. Juli bis 28. August im Rahmen der Richard-Wagner-Festspiele mit Opern von Richard Wagner bespielt. Es wird als eines der Opernhäuser mit der weltweit besten Akustik angesehen.
[bearbeiten] Personen
Der Sächsisch-Altenburgische Hofbaumeister Otto Brückwald (1841-1917) war Architekt des Festspielhauses. Erd- und Fundamentarbeiten wurden unter der Leitung von Maurermeister Wölfel & Weiß in Bayreuth ausgeführt. Bauführer war Carl Runckwitz (1850-1941).
[bearbeiten] Geschichte
- 29. April 1872: Erster Spatenstich für die Erdarbeiten
- 22. Mai 1872: Grundsteinlegung
- 2. August 1873: Richtfest
- 1. Juli 1875: Beginn der szenischen Proben
- 24. Juli 1875: Erste Dekorationsprobe im Festspielhaus
- 1. bis 12. August 1875: Beginn der Orchesterproben im Festspielhaus,
- 3. Juli 1876: Beginn der Proben für die ersten Festspiele
- 13. August 1876: Beginn der ersten Festspiele mit Rheingold
Im Juni 1939 wird durch ein Unwetter ein großer Teil des Bühnenhausdachs aufgerissen, der Schnürboden beschädigt und der Orchestergraben unter Wasser gesetzt. Im Zuge der Sanierung entstand ein Plan zum dauerhaften Ausbau des provisorischen Festspielhauses. Die Kriegsereignisse verhinderten die Verwirklichung.
Zwischen 1945 und 1950 fanden keine Festspiele statt. Zur Wiedereröffnung 1951 befand sich das Haus in einem schlechten baulichen Zustand, da es zwischenzeitlich unterschiedlichen Nutzungen gedient hatte. Zum Beispiel war der Orchestergraben mit einer provisorischen Bühne überbaut und die Bestuhlung der ersten Reihen war entfernt worden, um dort das Orchester für diverse Veranstaltungen zu plazieren.
Die finanzielle Situation der Festspiele gestattete bei Wiederbeginn 1951 zunächst nur notwendige Reparaturen, die die Erhaltung des laufenden Betriebs gewährleisteten.
Auf lange Sicht jedoch wurde ein umfassendes Konzept für den baulichen Erhalt des Festspielhauses unumgänglich. Wolfgang Wagners Bauprogramm verfolgt vier Aspekte: die Sanierung, die Erneuerung, die Erweiterung und die Verbesserung der Infrastruktur
[bearbeiten] Baukosten
Die Gesamtkosten des Theaterbaus beliefen sich auf eine Summe von 428.384,09 Mark (ca. 3,29 Millionen Euro). Die bebaute Grundfläche betrug 3319 qm. Die Kosten betrugen demnach pro Quadratmeter 129,07 Mark (ca. 990 Euro).
